Landestagungen und Protokolle

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 14.11.2015

Datum: 14.11.2015, 10:00 Uhr – 13:30 Uhr
Ort: Königs Wusterhausen, Luckenwalder Str. 64
Teilnehmer: 11 Mitglieder, 3 Gäste
 
  1. Begrüßung

  2. „Der Einsatz von Tablets und Smartphones bei der Förderung von Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung am Beispiel des iPads“
    Anregender Vortrag von Frau Rabe, Schulleiterin der Burgdorf-Schule Fürstenwalde mit lebhafter Diskussion und Ausprobiermöglichkeiten.
    Die Präsentation wurde den Anwesenden nach der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.
    Herr Deuter wies in Ergänzung des Vortrages auf folgende Portale hin:
    www.vo-portal.de
    www.ios.augenbit.de
    auf denen es u.a. eine Übersicht über „Voice over“ und einen Lehrgang zur Einführung des iPad für Kinder gibt.

  3. Delegiertenwahl zum VBS-Kongress in Graz 01.08. – 05.08.2016
    Im Vorfeld der Veranstaltung hatten sich bereits Mitglieder zur Delegiertenwahl bereit erklärt, die an der Mitgliederversammlung nicht teilnehmen konnten, so wurden gewählt:
    Frau Myszka (ABSV Berlin)
    Herr Taubenek (BWS Spremberg)
    Frau Neigenfind (BWS Spremberg)
    Herr Oelschläger (Schule Königs Wusterhausen)
    Frau Seliger (BWS Spremberg)
    Herr Schumacher (Zeune-Schule Berlin)

  4. Aktuelle Entwicklungen
    • Tätigkeitsbericht des Vorstandes (Herr Oelschläger)
      Die Fortbildungsangebote in Berlin und Brandenburg sind über die VBS-Homepage abrufbar, wobei die Angebote in Berlin für das ganze Schuljahr eingestellt sind, bei den Brandenburger Angeboten ist die jeweils nächste aktuelle Fortbildung einsehbar, das gesamte Angebot ist über
      https://tisonline.brandenburg.de/
      zu finden (Gastzugang möglich).
      Zu den neuen Rahmenlehrplänen in Brandenburg hat der VBS-Vorsitzende, Herr Oelschläger eine Stellungnahme verfasst. Anmerkung: zukünftig wird von den Mitgliedern zu solchen oder ähnlich aktuellen Themen unterjährige Informationen, am besten per Mail, gewünscht, um sich aktiv beteiligen zu können.
      Der Vorstand hat an der Festveranstaltung zum 25jährigen Bestehen des BSVB teilgenommen.

    • Kassenbericht des Vorstandes (Frau Gräf)
      Die jährliche Zuwendung des VBS Bundesverbandes an den Landesverband beträgt 700 Euro, das aktuelle Guthaben 2080,00 Euro. Der Landesverband hat sich 2014 an den Druckkosten für die „Qualitätsstandards der überregionalen Frühförder- und Beratungsstellen im Bereich Sehen im Land Brandenburg“ beteiligt. Weiter wurden Blumen als Dank für die Referenten, die zu den Mitgliederversammlungen 2014 und 2015 Vorträge hielten, finanziert.

    • Inklusion in Berlin (Herr Schumacher)
      Ab 2016 können sich Regelschulen bewerben, sogenannte „Schwerpunktschule“ für einen der so genannten kleinen Förderschwerpunkte (K, GE, Sehen, Hören) zu werden. Jährlich sollen 6 Schulen starten, das Programm wird über 6 Jahre laufen. Für den Förderschwerpunkt Sehen bewerben sich voraussichtlich unter anderem sich die Kniese-Schule und das Fichtenberg-Gymnasium, die Zeune-Schule hat für diese Schwerpunktschulen künftig den Beratungs- und Unterstützungsauftrag. Der VBS befürchtet, dass das Elternwahlrecht schwindet, wenn durch inklusive Schwerpunktschulen im Bereich Sehen Druck auf Eltern ausgeübt wird, ihr Kind nicht mehr möglichst wohnortnah beschulen zu lassen.
      Insgesamt wird die Entwicklung kritisch gesehen, weil die Schlüssel nach unten verändert zu werden scheinen. Pro Stadtbezirk gibt es ein bezirkliches Beratungs- und   Unterstützungszentrum (BUZ), insbesondere für die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache und emotional-soziale Entwicklung.

    • Inklusion in Brandenburg (Herr Oelschläger)
      In Brandenburg gibt es 230 blinde und sehbehinderte Schüler, von denen 60% im gemeinsamen Unterricht und 40% an der Schule in Königs Wusterhausen unterrichtet werden. Neue Reformen sind nicht geplant, die „Pilotschulen Inklusion“ laufen aktuell weiter.

  5. Verschiedenes
    • Herr Haar (BSVB) informiert über die Erhöhung des Blindengeldes im Land Brandenburg um 30% und die Forderung nach einem bundeseinheitlichen Blindengeld.
    • Der „Runde Tisch Inklusion“ beim Bildungsministerium Brandenburg wurde aufgelöst.
    • Ab 2016 wird es in Behörden nur noch elektronische Akten geben – Fragen zur Barrierefreiheit sollte der VBS aufgreifen


Protokoll: Ulrike Teschner