Protokoll der Landesversammlung VBS-Niedersachsen-Bremen vom 2. März 2015 von 17:00 bis 17:45 Uhr im Deutschen Taubblindenwerk Hannover

Anwesende:
Landesvorstand: A. Penon, M. Looschen, S.Klüting, P.Schulz, B. Wiechmann-Doil sowie 12 Teilnehmer


1. Begrüßung und Protokoll der VBS-Landesversammlung  Niedersachsen-Bremen 2013

Frau Penon als komm. Vorstandsvorsitzende begrüßt die anwesenden TeilnehmerInnen.
Die Einladungen zur Jahreshauptversammlung sind pünktlich an alle Mitglieder verschickt worden.
Das Protokoll der VBS-LV vom 05.02.13 ist satzungsmäßig auf der Niedersachsen-Homepage des VBS einzusehen gewesen. Es gab keine Anmerkungen. Genehmigung ist daher nicht erforderlich.
 
2. Bericht der Kassenwartin

Frau Klüting berichtet über Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2014.
Das Konto weist keine Fehlbeträge auf. Der Kontostand vom 27.02.15 beträgt 285,11 €. Der VBS Niedersachsen-Bremen bekommt nach einer Änderung von 2013 die doppelte Landeszulage. Die genauen Ausgaben für 2014 können in der Geschäftsstelle eingesehen werden.
Auf Antrag wurde die Kassenwartin entlastet.

3. Bericht des Vorstandes

a) Frau Penon berichtet aus der Tätigkeit des Vorstands: 
Der Landesvorstand hat der neuen Regierung nach den Landtagswahlen im Januar 2013 schriftlich zur Wahl gratuliert.
Frau Oetken und Frau Penon haben an der öffentlichen Anhörung am 21. 11. 13 zum Thema Inklusion teilgenommen und die Position des VBS dargelegt. Eine Stellungnahme wurde der CDU-Landtagsfraktion zugestellt.   
Frau Penon hat an der Verwaltungsratssitzung des VBS-Bundesvorstandes vom 27. – 30.03. 2014 teilgenommen.
Es gab Gespräche mit Herrn Lange (BVN).
Frau Penon und Frau Looschen haben am 29.01.2015 an der Auftaktveranstaltung der hannoverschen SPD-Landtagsabgeordneten zur Dialogreihe „Bildung – Zukunft – Niedersachsen“ teilgenommen.
Am 09.02.2015 fand eine gemeinsame Veranstaltung des VBS Niedersachsen-Bremen mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. (BVN) zum Thema „Ein Jahr inklusive Schule in Niedersachsen“ (Hauptreferent J. Adrian – Schulleiter des Landesförderzentrums Sehen / Schleswig) statt. Anwesend waren die Kultusministerin, einige Politiker, Elternvertretung bzw. Mitglieder von Eliseh (Elterninitiative sehbeeinträchtigter Kinder zwischen Weser und Ems) sowie ca. 100 Gäste.
Frau Penon wird am 16.03.2015 mit einem eigenen mündlichen Beitrag zum Mobilen Dienst Sehen in Niedersachsen bei der Anhörung in öffentlicher Sitzung durch den Kulturausschuss des Niedersächsischen Landtages bezüglich der Änderung des Schulgesetztes teilnehmen.   

 
b) Frau Wiechmann-Doil berichtet über den Stand der Entwicklung der Inklusion in Bremen:
- Auch in Bremen sind Förderzentren geschlossen worden bis auf die Förderzentren mit den Schwerpunkten Hören, Sehen, körperliche und motorische Entwicklung.
- Die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Sozial-Emotionale Entwicklung haben bis 2018 Bestandsschutz.
- Es wurden die sogenannten ReBuz (Regionale Beratungs- und Unterstützungszentren) eingerichtet anlog der sogenannten ReschI, die in Niedersachsen geplant sind.
- Im Allgemeinen herrscht unter den Eltern hinsichtlich der bisherigen Umsetzung der inklusiven Beschulung in Bremen große Unzufriedenheit.
- Die Georg-Droste-Schule (Förderzentrum für Sehen und visuelle Wahrnehmung) hat derzeit einen Schülerzuwachs, der aus dem inklusiven System stammt.
- Bremen verfügt über insgesamt 3 Förderzentren, neben der Georg-Droste-Schule gibt es noch ein Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung und ein Förderzentrum für Hören und Kommunikation.
- Die Georg-Droste-Schule unterstützt zurzeit 80 Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen im inklusiven System. 
 
c) Frau Lemke-Werner berichtet über den VBS-Bundesvorstand:
- der Bundesvorstand ist intensiv mit der Vorbereitung des Kongresses in Gratz vom 01. – 05. 08. 2016 beschäftigt.
- Die Findung des Oberthemas zum Kongress hat viel Zeit beansprucht.
- Unter www.vbs-2016.at. gibt es voraussichtlich ab Mai ausführlichere Informationen zum Kongress.
- 2016 wird ein neuer Bundesvorstand gewählt.
 
4. Entlastung des Vorstandes

Herr Beck stellt den Antrag auf Entlastung.
Der Vorstand wird einstimmig entlastet.

5. Wahl eines „neuen“ Landesvorstandsmitgliedes 
 
Nach dem Weggang von Frau Oetken nach Baden-Württemberg muss ein „neues“ Vorstandsmitglied gewählt werden.
Es wird Tobias Löw von der Franz-Mersi-Schule vorgeschlagen.
Herr Löw stellt sich kurz mit seinem beruflichen Werdegang vor (Lehrkraft in der Schule und im Mobilen Dienst der Franz-Mersi-Schule, Referent für den Fachbereich Sehen im vds).
In einer offenen Wahl wird Herr Löw einstimmig gewählt. Er nimmt die Wahl an.
 
6. Anträge

Es liegen keine Anträge vor.

7. Verschiedenes

Frau Grodzki (Gesamtverantwortliche des LBZB) stellt die Frage, welche Änderungen die Einrichtung der sogenannten ReschI in Niedersachsen für die Franz-Mersi-Schule und für das LBZB als Förderzentren mit dem Schwerpunkt Sehen und jeweils mit einem eigenen Mobilen Dienst zur Folge haben kann. Auch gäbe es noch viele offene Fragen (z.B. unterschiedliche Trägerschaft sowie unterschiedliche Zuständigkeiten, einheitlicher Qualitätsstandart, fachspezifische Förderung  u.a.) einmal zwischen der Franz-Mersi-Schule und dem LBZB aber auch in der Zusammenarbeit mit den anderen Standorten des Mobilen Dienst Sehen in Niedersachsen.
Es sollte ein gemeinsames Konzept aller Mobilen Dienste Sehen in Niedersachsen zusammen mit dem VBS und dem BVN möglichst bald erarbeitet werden, und zwar bevor die Regierung die Organisation der geplanten Strukturen abgeschlossen hat.
Frau Grodzki kümmert sich um einen Termin und um die Einladung zu einem gemeinsamen Gespräch (Schulleitungen Franz-Mersi-Schule und  LBZB, VBS, BVN, Frau Licht vom Mobilen Dienst.
 
Frau Penon beendet die Landesversammlung und weist auf den anschließenden Vortrag von Dr. Franz-Josef Beck  zum Thema „Schriftgestaltung für sehbehinderte Leser – eine Qual der Wahl?“ hin.

In der Pause vor dem Vortrag wird ein Imbiss von der Schülerfirma „RumS“ aus dem Bildungszentrum für Taubblinde bereitgestellt.
Die Veranstaltung ist um ca. 19:30 Uhr beendet.

Hannover, 10.03.2015
Marlies Looschen