Aktivitäten




Bericht des VBS Landesverbandes Schleswig-Holstein für das Jahr 2013

1. Veranstaltungen des VBS:
(Mitgliederversammlung, Stammtisch, Tagungen, Fortbildungen, Veranstaltungen mit Politikern etc.)

Teilnahme an der Verwaltungsratssitzung vom 21.-23.2.13.

Am 3.9.13 fand im Landesförderzentrum Sehen, Schleswig eine gut besuchte Mitgliederversammlung statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde Klaus Wißmann für sein jahrelanges Engagement als 2. Vorsitzender gedankt und je 2 Mitgliedern für ihre 25 bzw. 30 jährige Mitgliedschaft im VBS eine Urkunde überreicht.

2. Wahlen/Nachwahlen von Vorstandsmitgliedern oder Delegierten:
(sofern sie stattgefunden haben)

Frau Hannelore Erdelt wurde für 4 Jahre zur 2. Vorsitzenden gewählt. Die Neubesetzung war erforderlich geworden, weil Klaus Wißmann zum 30.6.13 das Amt des 2.Vorsitzenden niedergelegt hatte, um die Funktion des Schatzmeisters auf Bundesebene zu übernehmen.


3. Mitgliederentwicklung:

Die Mitgliederzahl blieb konstant.


4. Zusammenarbeit mit anderen Verbänden:
(VDS, BDH, DGS, GEW, DBSV etc.)

Am 4.3.2013 fand ein Gespräch der 1. Vorsitzenden mit der Bundesreferentin des vds für den Förderschwerpunkt Sehen statt. Hauptthema war die neue Lehrerausbildung an der Universität.


5. Besondere Ereignisse und Entwicklungen in der Bildungspolitik des Landes:

In Schleswig – Holstein wird es nach der Grundschulzeit nur noch ein zweigliedriges Schulsystem geben ( Gymnasien und Gemeinschaftsschulen ).

Schleswig – Holstein liege - nach Aussage des Ministeriums - im Bundesdurchschnitt in Bezug auf die Umsetzung der Inklusion prozentual weit vorne, habe aber noch Nachholbedarf in der Qualität. Eine wesentliche Aufgabe des runden Tisches inklusive Bildung liegt in der Erarbeitung von Qualitätsstandards.

Zum runden Tisch werden u.a. Berufs-, Sozial-, Betroffenen-, Elternverbände und Vertreter der Landtagsfraktionen eingeladen.

Im Sommer wurden 3 Arbeitsgruppen zu folgenden Themen gebildet:
1. Inklusive Schulen und Formen der Inklusion bei Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung und schwerer Mehrfachbehinderung
2. Weiterentwicklung der Förderzentren zu Kompetenzzentren
3. Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte und des Unterstützungspersonals/Sicherstellung der Qualität bei Inklusion

Teilnahme an Arbeitsgruppe 3.

Eine Ausbildung von SonderpädagogInnen im Fach auf SekII-Niveau wird abgelehnt.

Eine All-in one-Lehrkraft kann und darf es nicht geben.

Studium:

Erhalt von 2 Fächern und Pädagogik für Regelschullehrkräfte in allen Stufen.

Erhalt von 1 Fach und 2 Fachrichtungen in der Sonderpädagogikausbildung.

Erhalt der Ausbildung in allen Fächern – auch für SonderpädagogInnen.

Vorbereitungsdienst:

In der 2. Phase der Ausbildung muss es für SonderpädagogInnen eine Ausbildung in Deutsch oder Mathematik( Basiswissen/ Kernkompetenzen ) geben, um dem Unterstützungsbedarf in Schulen nachkommen zu können, selbst wenn das Fach nicht studiert wurde.

Fortbildung:

Angebote zur Stärkung und zum Ausbau für die im Studium und in der 2. Ausbildungsphase erworbenen Kompetenzen muss gesichert sein.

Fortbildung muss integrativer Bestandteil der Arbeitszeit sein.

Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen bilden sich mit SonderpädagogInnen fort.

Fortbildung ist über einen längeren Zeitraum mit deutlichen Schwerpunkten im Fach bzw. in der Pädagogik/ Fachrichtung oder in der Schulentwicklung angelegt.

Die Unterstützung durch Fortbildung bei spezifischen Problemen muss zeitnah erfolgen.

Nicht pädagogische Mitarbeiter/Innen ( Schulbegleitungen ) sind zu qualifizieren.

Sie ersetzen keine Lehrkräfte.

Eine Auswahl von Thememschwerpunkten zur aktuellen Inklusionsfortbildung:

Gemeinsamer Unterricht im Fach

Umgang mit Heterogenität

Schwerpunkt „ individuelle Förderung " in den Fächern

Beratung

Barrierefreiheit in der Schule

Selbstbildnis von SchülerInnen mit Unterstützungsbedarf


Die Termine für das Thema Ressourcen und für die Auswertung der Arbeitsgruppen wurden abgesagt


6. Besondere Ereignisse und Entwicklungen in den Bildungseinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen und in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik – für 2013 unter besonderer Berücksichtigung der Inklusionsdebatte:

Am 28.9.13 feierte das Landesförderzentrum Sehen nicht nur sein 30 jähriges Bestehen, sondern auch die Einweihung seines neuen Kurshauses.


7. Anregungen, Vorschläge, Anträge, Ausblick:

Weiter Mitarbeit am runden Tisch inklusive Bildung.



Alfreda Henß, Schleswig, 23.3.14









 
Bericht des VBS-Landesverbandes Schleswig-Holstein für das Jahr 2014


1. Veranstaltungen des VBS-Landesverbandes:
(Mitgliederversammlung, Stammtisch, Tagungen, Fortbildungen, Veranstaltungen mit Politikern etc.)

Teilnahme an der Verwaltungsratssitzung vom 27-30.3.14 in Graz.

Vier Mitglieder wurden für ihre 25jährige Mitgliedschaft geehrt.


2. Wahlen/Nachwahlen von Vorstandsmitgliedern oder Delegierten:
(sofern sie stattgefunden haben)


3. Mitgliederentwicklung:

Die Mitgliederzahl ist 2014 konstant geblieben.

4. Zusammenarbeit mit anderen Verbänden auf Landesebene:
(vds, BDH, DGS, GEW, DBSV etc.)

Frau Angela Schneider-Heinen ist Bundesvorsitzende des vds für den Fachbereich Sehen und Kollegin des Landesförderzentrum Sehen, Schleswig. Der Informationsaustausch ist regelmäßig und gut.

5. Besondere Ereignisse und Entwicklungen in der Bildungspolitik des Landes:

Im August trat die Kultusministerin Prof. Waltraud Wende (parteilos) zurück, weil staatsanwaltlich gegen sie wegen Korruptions- und Betrugsverdachts ermittelt wird.

Frau Britta Ernst (SPD) aus Hamburg wurde in das Amt berufen.

Der Runde Tisch inklusive Bildung hat ein einziges Mal am 25.3.14 getagt.

Am 1. August trat das neue Schulgesetz in Kraft. Die Gemeinschaftsschule ist neben dem Gymnasium die einzige weiterführende allgemeinbildende Schulart nach der Grundschule.

Die Schulübergangsempfehlung fällt weg und wird durch ein verpflichtendes Beratungsgespräch in der 4.Klasse ersetzt. Die Eltern entscheiden alleine, welche weiterführende Schule ihr Kind besucht.

Der Hauptschulabschluss wird jetzt als „Erster allgemeinbildender Schulabschluss“, der Realschulabschluss als „ Mittlerer Schulabschluss“ bezeichnet.

Die Landesregierung hat ein Inklusionskonzept in 10 Punkten verabschiedet.

Die Förderzentren werden als bewährtes Unterstützungssystems der inklusiven Beschulung angesehen und bleiben flächendeckend erhalten.

Schulen erhalten eine Stärkung durch eine zusätzliche schulische Assistenz.

In den Grundschulen - mit ihrer sehr heterogenen Schülerschaft - beginnt man mit dem Aufbau einer schulischen Assistenz. Mittelfristig sollen alle anderen Schularten in gleicher Art unterstützt werden. Über die erforderliche Qualifikation der Schulassistenten wird noch beraten.

Das Lehrkräftebildungsgesetz Schleswig-Holsteins ( seit 1.August 2014 ) sieht vor, dass Lehrkräfte aller allgemein- und berufsbildenden Schulen sowohl im Studium als auch im Vorbereitungsdienst die pädagogischen und didaktischen Basisqualifikationen für den Umgang mit Heterogenität und Inklusion erwerben. Außerdem werden sie mit den Grundlagen der Förderdiagnostik vertraut gemacht.


Aus den größeren Förderzentren, die auf Dauer keine Schüler beschulen, soll gemeinsam mit den Schulträgern in jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt mindestens ein Standort zu einem Zentrum für inklusive Bildung ( ZiB ) umgewandelt werden.

Die ZiBs sollen entlastend wirken, indem sie die Kooperation vor allem mit der Kinder- und Jugendhilfe bzw. Sozialhilfe sowie mit der Schulischen Assistenz und der Schulsozialarbeit steuern. Diesen Zentren wird eine zentrale Rolle u.a. bei der Qualitätsentwicklung von multiprofessionellen Teams zugedacht.

Die ZiBs erhalten für ihre Aufgaben eigene Fortbildungsbudgets.

Das Landesförderzentrum Sehen wird in diesen ZiBs nicht vertreten sein.


6. Besondere Ereignisse und Entwicklungen in den Bildungseinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen und in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik im Jahr 2014:

Vom 3.-5. Oktober hat das Landesförderzentrum mit Unterstützung des Vereins zur Förderung sehgeschädigter Kinder und Jugendlicher in Schleswig-Holstein e.V. und dem Lions Club Lübecker Bucht ein Sportcamp in der Landesturnschule Trappenkamp organisiert und durchgeführt.

Diese Veranstaltung, die unter der Schirmherrschaft von Frau Verena Bentele, der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, stand, hatte u.a zum Ziel, Vereinsvertretern von Vereinen und Verbänden Schleswig-Holsteins für das Thema Sehschädigung zu sensibilisieren.

Darüberhinaus sollten Kinder und Jugendliche mit einer Sehschädigung längerfristig in außerschulische Bewegungsaktivitäten vor Ort eingebunden werden.

In Workshops zum Thema Bewegung und Sport konnten die Kinder und Jugendliche verschiedene Sportarten ausprobieren.


7. Anregungen, Vorschläge, Anträge, Ausblick:

Im Herbst 2015 findet eine Mitgliedersammlung mit Wahl des Landesvorsitzes und der Delegierten statt.

Weitere Teilnahmen am Runden Tisch inklusive Bildung.


Alfreda Henß, Schleswig,08.03.2015



Bericht des VBS-Landesverbandes Schleswig-Holstein
für das Jahr 2015


1. Veranstaltungen und Aktivitäten des VBS-Landesverbandes:
(Mitgliederversammlung, Stammtisch, Tagungen, Fortbildungen, Veranstaltungen mit Politikern etc.)
  • Teilnahme an der Verwaltungsratssitzung vom 19.-20.3.2015 in Halle/Saale.
  • Teilnahme an den Sitzungen ( März und Juli ) des Runden Tisches Inklusive Bildung in Kiel.
  • Im November fand eine gut besuchte Mitgliederversammlung in Schleswig statt.
  • Zwei Mitglieder wurden für ihre 25 bzw. 30 jährige Mitgliedschaft geehrt.

2. Wahlen/Nachwahlen von Vorstandsmitgliedern oder Delegierten:
(sofern sie stattgefunden haben)
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde die Landesvorsitzende in ihrem Amt bestätigt und die Delegierten und ihre Stellvertreter/-innen für die Delegiertenversammlung in Graz gewählt.

3. Mitgliederentwicklung:
Die Mitgliederzahl ist auch 2015 konstant geblieben.

4. Zusammenarbeit mit anderen Verbänden auf Landesebene:
(vds, BDH, DGS, GEW, DBSV etc.)
Frau Angela Schneider-Heinen ist Landesreferentin des vds für den Fachbereich Sehen und Kollegin des Landesförderzentrum Sehen, Schleswig. Der Informationsaustausch ist regelmäßig und gut.

5. Besondere Ereignisse und Entwicklungen in der Bildungspolitik des Landes:
Die Landesregierung hat 2014 ein Inklusionskonzept in 10 Punkten verabschiedet.
Die Förderzentren werden als bewährtes Unterstützungssystems der inklusiven Beschulung angesehen und bleiben flächendeckend erhalten.
Im Januar 2016 hat das Ministerium für Schule und Berufsbildung ein Arbeitspapier „Inklusion an Schulen, Umsetzung, Arbeitsschwerpunkte, nächste Schritte herausgegeben. In diesem Papier wird über die bisher erfolgte Umsetzung des Inklusionskonzeptes z.B. bei der Weiterentwicklung der Förderzentren berichtet. In den kommenden Monaten sollen die Handlungsfelder Ausbau regionaler Kooperationen, Ressourcensteuerung, Diagnostik, Weiterentwicklung des Förderschwerpunktes gE, Stärkung der Mitwirkung von Eltern und der Übergang Schule-Beruf verstärkt bearbeitet werden.
Die im letzten Jahr angekündigte Stärkung der Schulen durch eine zusätzliche schulische Assistenz hat nach einigen Verzögerungen in allen Grundschulen begonnen.
Es gab nach Aussage des Staatssekretärs viel mehr Bewerbungen als zu vergebene Stellen; die Qualifikation ( (Heil) )Erzieher/-innen.) sei gut.
Mittelfristig sollen alle anderen Schularten in gleicher Art unterstützt werden.
In Schleswig-Holstein hatten im Schuljahr 2014/15 6,72 % der Schüler/-innen aller Schularten in den Jahrgangsstufen 1-10 sonderpädagogischen Förderbedarf; 67,6 % von ihnen wurden inklusiv beschult.

6. Besondere Ereignisse und Entwicklungen in den Bildungseinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen und in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik im Jahr 2015:
Frau Bentele hat sich in Schleswig über die Arbeit des Landesförderzentrums informiert.
Im Mai wurde unsere Einrichtung mit dem Jakob Muth Preis ausgezeichnet.

7. Anregungen, Vorschläge, Anträge, Ausblick:
Weitere Teilnahmen am Runden Tisch inklusive Bildung.


Alfreda Henß, Schleswig, 6.3.2016