VBS Kongress 2020 in Marburg / Hessen

03. - 07. August 2020 in Marburg / Hessen, Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach der zweiten Sitzung des Kongressausschusses und der ersten Sitzung des Programmmausschusses konkretisieren sich die Daten und Strukturen.
Wie angekündigt,
  • ist die Kongresshomepage online unter: https://vbs2020.de/
  • der "Call for Paper" wird in Kürze versendet und
  • ab November wird das Programm entwickelt.

Also: interessante Beiträge sammeln, sichten und dann bewerben! Wir freuen uns!

Weitere Informationen (ohne Gewähr!):

Das Motto lautet:

Leben.Bildung.Partizipation.
individuell-spezifisch-flexibel
 
Es wird Themenbänder geben, in den sich die vier Hauptthemen immer wieder finden:
  1. Digitalisierung
  2. Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität
  3. Bildung
  4. Wohnen, Arbeit, Freizeit
Die Übersicht wird in Kürze aktualisiert und zur Verfügung gestellt.
 
Die vielen Raumangebote der blista können gut, zentral genutzt werden; bei über 500 Personen (Sporthalle) kann die Cafeteria zugeschaltet werden (Videoübertragung).
Verpflegung und viele Angebote auf dem blista-Campus: „Kongress der kurzen Wege“ und „der Kongress ist grün“ – keine / kaum Parkmöglichkeiten.
 
Prof. Markus Lang verantwortet erstmals den Programmausschuss; weitere Mitglieder sind Rudi Ullrich, Klaus Wißmann, Patrick Temmesfeld, Mechthild Gahbler und Imke Wißmann.
Die vier Themenveranwortlichen können sich noch eine/n Expertin/en dazuholen.

 

"Call for Papers" ist raus!

Der Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik
veranstaltet vom 03.08.2020 - 07.08.2020 in Marburg den
 
XXXVII. Kongress für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik
 
mit dem Thema
 
Leben. Bildung. Partizipation.
individuell – spezifisch – flexibel
 
 
und lädt alle VBS-Mitglieder, blinde und sehbehinderte Menschen und darüber hinaus Interessierte aus dem Feld der Bildung, Erziehung und Rehabilitation bei Blindheit und Sehbehinderung dazu ein, diesen Kongress als Plattform zur weiteren Entwicklung inklusiver Lern- und Lebenswelten zu nutzen.
 
Der Kongress soll der Tradition folgend, Gelegenheit zu wissenschaftlicher Diskussion, fachlichem Diskurs, zum Sammeln neuer Erkenntnisse und Erfahrungen und zu persönlichem Austausch im nationalen und internationalen Rahmen bieten.
 
Mit dem Thema „Leben, Bildung, Partizipation: individuell – spezifisch – flexibel“ sollen die in den zurückliegenden Kongressen aufgezeigten Perspektiven einer sich permanent weiterentwickelnden Blinden- und Sehbehindertenpädagogik aufgegriffen und fortgeführt werden. Der Dreiklang „Leben, Bildung, Partizipation“ soll auf die Zusammenhänge gesellschaftlicher Teilhabe in allen Lebensphasen anspielen, wobei bewusst auf die Rolle der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik bei der konkreten Umsetzung fokussiert wird. Die Gestaltung inklusiver Lern- und Lebenswelten erfordert Expertise, die individuelle, spezifische und flexible Entwicklungswege aufzeigt. Der Kongress möchte diese Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten theorie- und anwendungsbezogen abbilden und einen Beitrag zur Erweiterung von Handlungsoptionen leisten.
 
Der Kongressausschuss hat sich für eine flexible Grundstruktur entschieden, die vier fortlaufende Themenbänder vorsieht, so dass über mehrere Kongresstage hinweg Themenschwerpunkte kontinuierlich verfolgt oder bewusst gewechselt werden können. Inklusion stellt kein eigenes, separates Themenband dar, sondern ist in allen Themenbändern enthalten und mitgedacht. Dasselbe gilt für den Themenbereich übergreifenden Aspekt der mehrfachen Beeinträchtigung.
Eine Teilnahme am Kongress ist wieder in den Durchgängen Montag bis Freitag (03.08. - 07.08.2020), Montag bis Mittwoch (03.08. - 05.08.2020), Mittwoch bis Freitag (05.08. - 07.08.2020) oder tageweise möglich.
 
Die Themenbänder sollen Präsentationen und Erfahrungen zu folgenden Inhaltsbereichen zusammenfassen:
 
1. Digitalisierung
Die rasanten Entwicklungen im Bereich digitaler Medien und elektronischer Hilfsmittel eröffnen im Kontext der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik einerseits vielfältige Teilhabechancen, können andererseits aber auch neue Barrieren entstehen lassen. Grundsätzlich muss auf den Abbau von Teilhabebarrieren konsequent geachtet werden. Darüber hinaus gilt es, didaktische Konzepte zu entwickeln, die die Digitalisierung insbesondere in den Bereichen der Informationstechnologie, assistiver Technik und Veranschaulichungsmedien in sinnvolle Lehr-Lern-Szenarien einbinden, einen emanzipierten Umgang mit neuen Technologien fördern sowie Abhängigkeiten und Missbrauch vorbeugen.

2. Professionalisierung / Qualifizierung / Interdisziplinarität
Die Gestaltung inklusiver Lern- und Lebenswelten setzt eine entsprechend ausgerichtete Professionalisierung aller handelnden Personen voraus. Hierbei muss sichergestellt werden, dass in allen pädagogischen Handlungsfeldern geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um notwendige Qualitätsstandards abzuleiten bzw. vorhandene zu sichern oder diese an neue Herausforderungen anzupassen und weiterzuentwickeln. Die Professionalisierungsmaßnahmen betreffen alle Berufsgruppen der Pädagogik, Psychologie, Medizin und Rehabilitation und insbesondere auch alle Formen der Kooperation der verschiedenen Disziplinen untereinander bzw. mit unterstützenden Diensten wie Assistenzkräften.

3. Bildung
Zu Beginn der zweiten Umsetzungsdekade der UN-Behindertenrechtskonvention stellt sich die Frage, wie sich der geforderte Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung aktuell darstellt. Welche inklusiven Entwicklungen werden verfolgt? Wie sehen Lösungswege aktueller Herausforderungen beispielsweise in der Frühförderung oder im Schulbereich, aber auch im Bereich des lebenslangen Lernens aus? Der Fokus sollte hierbei sowohl auf notwendige strukturelle Entwicklungen als auch auf konkret-didaktische Lösungsansätze gelegt werden.

4. Wohnen, Arbeit, Freizeit
 Inklusive Lern- und Lebenswelten beschränken sich nicht auf den Bereich der Bildung. Inklusion erscheint als umfassende gesellschaftliche Aufgabe, die eben nicht mit dem Verlassen der Schule endet. Welche Konzepte verfolgt die Blinden- und Sehbehindertenpädagogik, um umfassende gesellschaftliche Teilhabe in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit zu ermöglichen? Institutionelle Entwicklungen, rechtliche Rahmenbedingungen und deren Umsetzung, aber auch Rehabilitationsmaßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen können Gelingensfaktoren für erfolgreiche Teilhabe sein.
 
 
Wir laden Sie ein, sich in den Themenbändern mit Vorträgen oder Workshops zu beteiligen, und wünschen uns
 
  1. Vorträge, die den neuesten Stand der Forschung repräsentieren und/oder aktuelle, reflektierte Erfahrungen aus den Handlungsfeldern vorstellen (30 min mit anschließender Diskussion),
  2.  Interaktive und praxisnahe Workshops (90 min), die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv in die thematische Arbeit einbeziehen,
  3. Posterpräsentationen und Posterwerkstätten, in denen Abschluss- und Qualifikationsarbeiten (Bachelor, Master, Staatsexamen, Dissertation etc.) oder Forschungskonzepte und –ergebnisse am Mittwochnachmittag aktiv und im Gespräch mit interessierten Besucherinnen und Besuchern persönlich vorgestellt werden können.
 
Die Kongresssprache ist deutsch. Beiträge in englischer Sprache sind willkommen. 

 
Call for Papers
Beiträge können bis zum 31.10.2019 ausschließlich online auf www.vbs2020.de eingereicht werden. Die notwendigen Angaben entnehmen Sie bitte dem Online-Formular.
 
Der Kongressausschuss wird die eingegangenen Beiträge sichten und eine Auswahl treffen. Sie erhalten schnellstmöglich nach der Entscheidungsfindung eine Mitteilung über Annahme oder Ablehnung Ihres Beitrags.
 
Eingereichte Abstracts haben gute Chancen, angenommen zu werden, wenn sie
  • innovative Konzepte vorstellen,
  • den fachlichen Zuschnitten der Themenblöcke entsprechen,
  • über interdisziplinäre und/oder länderüberreifende Arbeiten berichten, 
  • Bezug zu praxisrelevanten und praxisreflektierenden Themen haben,
 
Mit Einreichung der Beiträge stimmen die Autorinnen und Autoren der weiteren Datenverarbeitung (Speicherung, namentliche Veröffentlichung etc.) zu. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten ist durch Vorliegen dieser Einwilligung Art. 6 DSGVO.
Angenommene Abstracts werden vor Beginn des Kongresses auf der Homepage des Kongresses veröffentlicht und erlauben so eine Orientierung für die Interessentinnen und Interessenten.
 
Angenommene Beiträge werden im Kongressbericht berücksichtigt (in digitaler Form sowie zumindest Keynotes und Plenumvorträge auch in gedruckter Fassung).
 
Weitere aktuelle Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage: www.VBS2020.de
 
Gestalten Sie den Kongress mit! Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!
 
Die Mitglieder des Kongress-Ausschusses

Grußwort des 1. Vorsitzenden des VBS zum Kongress 2020

Foto Dieter Feser, Vorsitzender VBS
Leben. Bildung. Partizipation.

2009 wurde die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland ratifiziert. Sie gewährleistet die bestehenden Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen. Nun beginnt die zweite Dekade seit Inkrafttreten dieses wichtigen Beschlusses und es stellen sich die Fragen:
  • Was wird uns die nächsten 10 Jahre erwarten?
  • Welche Themen werden uns beschäftigen?
  • Wo sehen wir den größten Handlungsbedarf: in Leben. Bildung. Partizipation?

Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren die Gesellschaft nachhaltig verändert. In Schule und Unterricht sind wir aufgefordert, auf die veränderten Anforderungen, denen sich die Schülerinnen und Schüler einmal stellen werden, zu reagieren. Auch künstliche Intelligenz wird Bestandteil des Alltags sein.

Es gilt, Chancen und Risiken abzuwägen und die Nutzbarkeit der neuen Möglichkeiten nicht zu vernachlässigen. Für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung ist die Gewährleistung von Barrierefreiheit auch in diesen Bereichen enorm wichtig.
Auf diesem VBS- Kongress erfahren wir Neues aus Alltag und Wissenschaft. Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung sollen an den Entwicklungen Anteil nehmen und sich einbringen können. Auch das bedeutet Partizipation.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass der Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) Kooperationspartner ist. Dank der Beteiligung des ICEVI-Europe sind wir zudem wieder international aufgestellt als Plattform für Austausch und Vernetzung.

Der Bereich „Wohnen, Arbeit, Freizeit“ wird ebenso wie „Bildung“, „Qualifizierung“ und „Digitalisierung“ ein Hauptthema des Kongresses sein.

Wir möchten ausdrücklich, neben Pädagoginnen und Pädagogen, alle Interessierten (auch Interessierte weiterer Berufsgruppen) zum VBS-Kongress 2020 nach Marburg einladen.

Bringen Sie sich ein, seien Sie dabei!

Wir freuen uns auf den Austausch.

Ihr

Dieter Feser, 1. Vorsitzender des VBS