Landestagungen und Protokolle


Protokoll der Mitgliederversammlung vom 23.11.2019

VBS-Mitgliederversammlung am 23. November 2019
in der Johann-August-Zeune-Schule
Rothenburgstraße 14, 12165 Berlin.
10:00 - 13:30 Uhr
 
TOP 1             Herr Oelschläger begrüßt die 19 Teilnehmer*innen der Mitgliederversammlung.
 
TOP 2             Es finden zwei Workshops statt.
 
Wohlergehen als Grundlage für Lernen bei Sehbehinderung und Blindheit 
Im Workshop soll der Frage nach den inneren Voraussetzungen nachgegangen werden, die gegeben sein müssen, damit Lernen überhaupt stattfinden kann. Notwendiges psychologisches/psychotherapeutisches Wissen soll helfen, zu verstehen und ein geeignetes Miteinander zu gestalten, was Entwicklung und Lernen ermöglicht und der Lehrkraft das Gefühl gibt, im guten Sinne wirksam zu sein. 
Leitung: Beate Kremser 
 
ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health) 
Mit Einführung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ist es nun bundesweit verpflichtend, den Hilfebedarf von erwachsenen Menschen mit Behinderung mit einem ICF- basierten Instrument zu erfassen. Auch für die Frühförderung ist die ICF bindend. Im Workshop soll es darum gehen, die Scheu vor dem „dicken Katalog voller Diagnosen und Kodes“ zu verlieren und erste eigene Erfahrungen damit zu sammeln. 
Leitung: Simone Seliger 
 
TOP 3             Bericht des Landesvorstandes 
Brandenburg:
Bei einer AG Sitzung im Ministerium (06/19) waren keine Vertreter*innen der Verbände eingeladen. Nur die Beteiligung von Eltern war erwünscht.
Der Bitte, das duale Curriculum anzunehmen, ist nur insoweit nachgekommen worden, dass es im LISUM zur Prüfung vorliegt. 
Die Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule in Königs Wusterhausen soll Leiteinrichtung für den Förderschwerpunkt Sehen werden und die Qualität im gemeinsamen Unterricht sichern. Allerdings existieren bisher keine Qualitätsstandards. 
Ein Termin mit dem Ministerium mit den Verbänden (vds und vbs) und der Selbsthilfe ist geplant. 
Im Norden Brandenburgs ist die sehbehindertenspezifische Frühförderung ausgedünnt. In Selbstorganisation wird sie von teilweise nicht spezifischen Fachkräften übernommen.
In Spremberg bereitet die Umsetzung des Teilhabegesetztes Probleme.
 
Berlin:
Blinden- und Sehbehindertenpädagog*innen, die nicht in diesem Förderschwerpunkt arbeiten, wurden von der Senatsverwaltung zu einer Informationsveranstaltung an der Johann-August-Zeune-Schule (26.9.2019) eingeladen, um sie für die Arbeit der mobilen Dienste zu gewinnen und damit die personelle Ausstattung zu verbessern.
Die Stundenanzahl für Beratung und Diagnostik wurde auf jeweils 37 Stunden für die Zeune-Schule und die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule aufgestockt. Die Kniese-Schule kann die Stunden selbst nicht abdecken. Die Verteilung der zu versorgenden Bezirke wurde von einer Ost-West-Aufteilung in eine Nord-Süd-Aufteilung geändert, was zu Verwirrung führte. 
In Berlin tritt ein neues Schulgesetz und damit verbunden auch eine neue Sonderpädagogik-Verordnung in Kraft. Nachteilsausgleich und Notenschutz werden genau definiert. Allerdings fehlen bisher Regelungen für die Umsetzung des Nachteilsausgleichs im Abitur. Eine Nachricht an die Senatsschulverwaltung durch Axel Deuter ist erfolgt.
Positiv ist die Festschreibung des spezifischen Curriculums (O&M, LPF und SLT (Schreib-Lese-Technik)) im Fächerkanon. Ebenfalls ist auch die vorschulische Förderung der Zeune-Schule festgeschrieben. Das Medienzentrum wird weiterhin zur Zeune-Schule gehören und nicht dem SIBUZ angegliedert.
Allgemein ist die Entwicklung in Berlin sehr positiv. 
Die Versorgung mit Schulbüchern für Schüler*innen mit Sehbehinderung ist durch das Medienzentrum gewährleistet und die Abläufe sind weitestgehend automatisiert.
Die Netzwerke der Frühförderung funktionieren gut zwischen den Frühförderstellen, der Zeune-Schule und den Verbänden (ABSV und DBSV). Es finden Treffen und Austauschmöglichkeiten statt und gemeinsame Termine und Programme werden entwickelt und durchgeführt, auch übergreifend zwischen Berlin und Brandenburg.
Die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule hat keine Stunden mehr für Frühförderung zur Verfügung. Die anderen Frühförderstellen konnten den Wegfall bisher auffangen. 
VdK-Präsidentin Verena Bentele hat die Patenschaft für die Sehfrühförderung der Kinder- und Jugendambulanz/ Sozialpädiatrisches Zentrum der Ki.D.T. Berlin Reinickendorf-Wedding übernommen. 
 
TOP 4             VBS-Kongress Marburg 03. - 07. August 2020
Folgende Delegierte stellen sich zur Wahl und werden einstimmig gewählt:
Frau Seliger
Frau Neigenfind
Frau Schmidt-Hieber
Frau Krüger
(Frau Waschau)
Im Januar 2020 entscheidet sich an Hand der aktuellen Mitgliederzahlen wie viele Delegierte nach Marburg reisen werden. 
  
TOP 5             Kassenbereich (Frau Gräf)
Frau Gräf berichtet über eine positive finanzielle Situation des Landesverbands.
 
TOP 6             Verschiedenes  
TOP 7             Ausblick
Die nächste Mitgliederversammlung findet am 16.1.2021 in der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule in Königs-Wusterhausen statt. Herr Dr. Marks wird einen Vortrag zum Thema Menschenwürde und Scham halten. 

Protokoll: Sophia Schmidt-Hieber

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 01. Dezember 2018

VBS-Mitgliederversammlung am 01. Dezember 2018 
in der Marie-und-Hermann-Schmidt-Schule 
(ehem. Brandenburgische Schule für Blinde und Sehbehinderte)
Luckenwalder Str. 64, 15711 Königs Wusterhausen. 
10:00 - 14:00 Uhr 

TOP 1 Herr Oelschläger begrüßt die 13 Teilnehmer*innen der Mitgliederversammlung.

TOP 2 Herr Rybniker hält einen Vortrag zum Thema "Kooperative Förderplanung im Förderschwerpunkt Sehen". Zusammen mit Frau Grunow wird die Methode der Kooperativen Förderplanung in zwei Kleingruppen an realen mitgebrachten Fallbeispielen aus der Praxis erprobt und diskutiert. 

TOP 3  Wahl der Schriftführerin 
Herr Schumacher hat das Amt des Schriftführers aus beruflichen Gründen niedergelegt. Frau Schmidt-Hieber wird einstimmig zur neuen Schriftführerin nachgewählt.

TOP 4 Bericht des Landesvorstandes 
Brandenburg:
Es fanden vier Fachgespräche zum Förderschwerpunkt Sehen (zusammen mit dem Förderschwerpunkt Hören) statt, um zu klären welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen, um die blinden- und sehbehindertenpädagogischen Kompetenzen im Land zu verteilen. Es besteht ein akuter Mangel an Sonderpädagog*innen. Ausformulierte Standards liegen zur Prüfung im LISUM vor. Bisher gibt es keine Rückmeldung dazu.
Am 1. Ferientag der Sommerferien 2018 fand ein runder Tisch „Inklusion“ mit der Ministerin Frau Britta Ernst statt. 

Berlin:
Am 13.09. fand eine Veranstaltung in der Senatsverwaltung in Berlin statt. (siehe Protokoll, Anlage 1)Anwesend waren Herr Brass (DBSV), Herr Dobe und Herr Heuel (Senatsverwaltung), Frau Krüger (Zeune-Schule), Herr Oelschläger (vbs) u.A. 
Inhalt des Treffens war die Problematik, dass in Berlin einige Sonderpädagog*innen mit dem studierten Förderschwerpunkt Sehen an Schulen arbeiten, an denen es keine blinden oder sehbehinderten Kinder/Jugendlichen gibt. Diese Sonderpädagog*innen sollen auf Basis der Freiwilligkeit in ihrer Nähe blinde und sehbehinderte Schüler*innen beschulen. (Versammlung im Januar 2019) Eine Nachqualifizierung soll stattfinden, in welchem Rahmen und Umfang steht nicht fest. Es wird von seitens der Senatsverwaltung keine Notwendigkeit gesehen weitere Sonderpädagog*innen im Förderschwerpunkt Sehen auszubilden.

vds 
Ein Brief des vds wurde an den Landtag geschickt. Inhalt des Schreibens ist der Mangel an sonderpädagogischem Personal, die Problematik der Stundenzuweisung und die Versorgung mit (barrierefreiem) Lernmaterial.

TOP 5 Planungen für Berlin und Brandenburg 
Die meisten Teilnehmer*innen äußern den Wunsch mehr zur Diagnostik nach ICF-CY zu erfahren. Es gibt große Unterschiede in den einzelnen Bundesländern bzw. auch zwischen den Landkreisen, ob z.B. eine Kostenerstattung nur noch möglich ist, wenn eine Diagnostik nach ICF vorliegt. 
Im schulischen Bereich in Berlin ist eine Diagnostik nach ICF nicht gefordert. 
Am 17.12. findet eine praxisbezogene Fortbildung für die Frühförderung in Potsdam für Teilnehmer*innen, die sich schon mit der Thematik auseinandergesetzt haben, statt. Vortragende sind Prof. Dr. phil. Liane Simon & Prof. Dr. med. Andreas Seidel. 
Im neuen Kalenderjahr soll ein Fachtag zum Thema ICF in Kombination mit der Mitgliederversammlung stattfinden. Die nächste Vorstandssitzung wird sich dem Thema widmen.

Protokoll: Sophia Schmidt-Hieber

 

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 18.11.2017

Datum: 18.11.2017
10:00 Uhr – 14:00 Uhr
Ort: Institut für Rehabilitationswissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin
Teilnehmer: 20 Mitglieder, 3 Gäste
 
  1. Begrüßung
  2. „Inklusive Lebenswege“ 
    Spannender Vortrag von Prof. Dr. Dino Capovilla, der sich aus der Perspektive eigener hochgradiger Sehbehinderung und mehrjähriger Tätigkeit als Lehrer in Südtirol mit den Vor- und Nachteilen der Inklusion sowohl im schulischen als auch im beruflichen Bereich kritisch auseinandersetzte. Dr. Capovilla ist aktuell Juniorprofessor für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik an der HU zu Berlin.
    Die Präsentation zum Vortrag ist unter dem Link: https://www.reha.hu-berlin.de/de/lehrgebiete/bsp/vortrag-inklusive-lebenswege.pdf zu finden.
  3. Neuwahl des Landesvorstandes
    Tätigkeitsbericht 2013 – 2017
    • Mitgliederversammlungen
      • 2013 in Königs Wusterhausen ("Visionen und Sackgassen inklusiver Bildung", Vortrag von Herrn Prof. Dr. Degenhardt von der Universität Hamburg) und Beschluss zur Änderung der Satzung des Landesverbandes
      • 2014 in Berlin-Steglitz ("Auf neuen Wegen zur selbst bestimmten Orientierung und Mobilität - Klicksonar in der Arbeit mit blinden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“ mit Referenten aus der Frühförderung; Schule und dem BWS Spremberg)
      • 2015 in Königs Wusterhausen Thema ("Der Einsatz von Tablets und Smartphones bei der Förderung  von Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung am Beispiel des iPads“  von Frau Susanne Rabe) und Delegiertenwahl zum VBS-Kongress in Graz 2016
      • 2016 im Behindertenwerk Spremberg (Fachvorträge von den Kolleginnen und Kollegen) und Rückblick auf den Kongress in Graz
    • Fachpolitische Arbeit
      • Einrichtung und Pflege der Homepage des Landesverbandes mit gemeinsamen Fortbildungsangeboten in Berlin und Brandenburg und Protokollen der Mitgliederversammlungen
      • Gemeinsame Tagung mit dem VBS-Bundesvorstand September 2014, u.a. zur Fusion der Landesverbände Berlin und Brandenburg
      • Fachtag Oktober 2014 zum Thema "CVI“
      • Veröffentlichung der Qualitätsstandards der überregionalen Frühförderung im Bereich "Sehen“ im Land Brandenburg Oktober 2014
      • Fachpolitische Stellungnahmen zur Inklusion und Berücksichtigung des Spezifischen Curriculums Sehen  sowie zur Etablierung der mobilen Dienste in beiden Ländern angesichts der Dezentralisierung der Schullandschaft im Förderschwerpunkt Sehen in Berlin und in Brandenburg, zu Mängeln in der Lehrerausbildung und zur Fortführung der gymnasialen Oberstufe in Königs Wusterhausen, hierzu haben Gespräche mit den Bildungsverwaltungen stattgefunden.
      • Einmal pro Jahr Sitzung mit den bildungspolitischen Sprechern der Parteien im Landtag
    • Kooperation mit anderen Verbänden: ABSV, BSVB, vds, VIFF
    • Arbeitstreffen des Landesvorstandes dreimal im Jahr

    Kassenbericht 2013 – 2017
    Die Mitgliedsbeiträge wurden verwendet für Vortragshonorare zu den Mitgliederversammlungen, Druckkostenzuschüsse, Zuschüsse für die Delegierten zur Delegiertenversammlung in Graz und einen Busshuttle zur Mitgliederversammlung in Spremberg, außerdem für Porto und Kaffee/Tee zu den Mitgliederversammlungen. Die Kasse wurde geprüft und die Korrektheit bestätigt. Der Kassenbestand liegt am 12.10.2017 bei 2.504,97 €  (2.453,81 € Konto und 51,16 € Barkasse). Der ausführliche Kassenbericht findet sich im Anhang zu diesem Protokoll. 

    Entlastung des alten Vorstandes
    Der Vorstand wurde nach Tätigkeits- und Kassenbericht einstimmig entlastet:
    1. Vorsitzender: Fred Oelschläger
    2. Vorsitzender: Axel Deuter
    Schriftführerin: Ulrike Teschner
    Kassiererin: Heike Gräf
    Beisitzerin: Annedore Neigenfind
    Beisitzer: Thomas Schumacher

    Wahl des neuen Vorstandes
    Der bisherige Vorstand stellte sich erneut zur Wahl, es gab keine weiteren Kandidaten. Es wurde offen, im Block und ohne Gegenstimmen abgestimmt:
    1. Vorsitzender: Fred Oelschläger
    2. Vorsitzender: Axel Deuter
    Schriftführer:Thomas Schumacher
    Kassiererin: Heike Gräf
    Beisitzerin: Annedore Neigenfind
    Beisitzerin: Ulrike Teschner

Protokoll: Ulrike Teschner