Landestage

Landestag 2017 / 18. März 2017 in Ilvesheim (Schloss-Schule)

"Diagnostik und Förderung bei CVI" - Referentin Frau Dr. Lydia Unterberger, LMU München, Fakultät für Psychologie und Pädagogik

Frau Dr. Lydia Unterberger promovierte über zerebrale Sehstörungen im Kindes- und Jugendalter und arbeitet mit Prof. Dr. Zihl zusammen.

 
Am Samstag, 18.03.2017 sind knapp 100 Sehbehinderten- und Blindenpädagogen der Einladung des Landesvorstandes des VBS Baden-Württemberg gefolgt, den Landestag und die Landesversammlung an der Schloss-Schule in Ilvesheim zu verbringen.
Als Referentin konnte Frau Dr. Lydia Unterberger von der LMU München, Fakultät für Psychologie und Pädagogik zum Thema „Diagnostik und Förderung bei CVI“ gewonnen werden. Sie promovierte über zerebrale Sehstörungen im Kindes- und Jugendalter und arbeitet mit Professor Dr. Zihl zusammen. Frau Dr. Unterberger referierte den Vormittag über in einem spannenden und kurzweiligen Vortrag über das Thema CVI. Sie schuf eine gemeinsame Basis für alle Zuhörenden, indem sie den Begriff erläuterte und Ursachen und Auswirkungen benannte. Außerdem betonte Fr. D. Unterberger, dass die Forschung diesbezüglich noch in den Kinderschuhen steckt und ein großes Handlungsfeld besteht, gerade auch was die Diagnostik von CVI angeht. Anschließend an ihren Vortrag war Frau Dr. Unterberger gerne bereit, Fragen aus dem Publikum zu beantworten.
Danach konnten sich alle bei einem leckeren Mittagessen stärken. Darüber hinaus entstanden viele Gespräche, Verknüpfungen und Austauschmöglichkeiten.
Nach der Mittagspause schloss sich die Landesversammlung des VBS Baden-Württemberg an, die rege besucht war. Außer dem Bericht des Landesvorstandes  wurde dieses Mal auch der Landesvorstand neu gewählt. Alle vier Vorstandsmitglieder konnten sich über ihre Wiederwahl freuen. Außerdem wurden einige VBS-Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft im VBS geehrt. Herrn Michael Schäffler wurde die VBS-Ehrennadel für seine langjährige Arbeit und Verdienste im und für den VBS verliehen.
Nach der Landesversammlung hatte man die Wahl zwischen verschiedenen Schulführungen durch die Schlossschule Ilvesheim oder einem Besuch an den Info-Tischen mit Diagnostik- und Fördermaterialien zum Thema CVI. Fast jede Blinden- und Sehbehinderteneinrichtung aus Baden-Württemberg stellte ein Spektrum ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit visuellen Wahrnehmungsstörungen dar. Es entstand ein reger Austausch schulübergreifend über Diagnostik und Förderung bei CVI. Das Angebot wurde sehr niederschwellig angeboten und stieß auf großes Interesse.
Gegen 16.00 Uhr ging der Landestag seinem Ende zu. Es war ein sehr gewinnbringender Tag. Danke an alle Teilnehmenden, sie haben den Tag sehr bereichert.
 
 

Programm

 
9:30 Uhr    Brezelfrühstück
10 Uhr  Diagnostik und Förderung bei CVI, Frau Dr. Lydia Unterberger
12 Uhr  Mittagessen
13 - 14 Uhr Landesversammlung mit Wahl des Vorstandes
14:15 Uhr Austausch von Erfahrungen in der Diagnostik und Förderung bei visuellen Wahrnehmungsstörungen
gegen 16 Uhr Ende

Anmeldung


Landestag 2015 / 21. März 2015 in Stuttgart (Nikolauspflege)

Am Vormittag:
  • Vortrag Prof. Dr. Markus Lang: Bildungszugang für alle
    Anforderung an ein inklusionsorientiertes Schulsystem aus Sicht der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik (Vortrag: siehe Downoad)
Am Nachmittag: 
  • Markt der Möglichkeiten: Einsatzmöglichkeiten des iPad in der Schule, im Sonderpädagogischen Dienst und in der Frühförderung
  • Ausblick auf die Entwicklung der Blindenpädagogik durch die Möglichkeiten von iPad und Co
    (Michael Schäffler, Leiter des Medienberatungszentrums für blinde Schüler, Ilvesheim)
  • Landesversammlung des VBS Baden-Württemberg (Protokoll: siehe Download)

 

Landestag 2013: Professor Dr. Degenhardt beleuchtet Inklusionsvielfalt

Seine Landestagung hielt der Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik (VBS) Baden-Württemberg im neuen Schulgebäude St. Benedikt der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn. Inklusion in all ihren Facetten war dabei zentrales Thema.

Zweiter Vorsitzender Dietmar Stephan, Direktor des Förderzentrums Sehen in Heiligenbronn, stellte den Sonderschulkollegen eingangs das Förderzentrum und die Stiftung vor. Einen unterhaltsamen Fachvortrag hielt als Gastredner Professor Dr. Sven Degenhardt von der Universität Hamburg über die Inklusions-Debatte "zwischen Aufgeregtheit und Ignoranz".
Als "bekennender Inklusionsvagabund" warnte er vor überzogenen Erwartungen mancher Inklusionsverfechter. So könne man nicht ausschließlich von den Stärken eines Kindes ausgehen: "Ich muss auch den Mut haben zu sagen, was ein Kind nicht kann", stellt er fest. Er sei zwar auch ein Verfechter heterogener Lerngruppen in den Schulen, aber das bedeute nicht automatisch einen guten Unterricht.

Eine leistungsfähige Inklusion in Deutschland aufzubauen, schätzte der Professor für Blinden –und Sehbehindertenpädagogik, werde 20 Jahre in Anspruch nehmen. Inklusion betreffe auch gar nicht nur Kinder mit Behinderung, so Degenhardt, denn nicht nur Behinderung sei ein Sortierkriterium, sondern auch die Begabung. Aber die Diskussion um die Schließung von Sonderschulen sei "hoffentlich vorbei".

Degenhardt sprach sich für barrierefreie Schulen in mehreren Hinsichten aus. Das fange beim Schulgebäude an, wo gute Akustik und Beleuchtung nicht nur für die Schüler mit Behinderung hilfreich seien, gehe über Paralympics-Sport für alle bis hin zu barrierefreiem Schulmaterial, zum Beispiel Filmen mit Untertiteln und Audiodeskription.

"Schüler behalten ihren sonderpädagogischen Förderbedarf auch in einer inklusiven Schule", sagte Degenhardt. Anhand eines Modells aus Andalusien forderte er, Strukturen und Netzwerke zu entwickeln, in denen Inklusion mehrgleisig und schulübergreifend mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten praktiziert werde. Neben Inklusionskoordinatoren und Inklusionsteams in Schulverbünden brauche es nach wie vor überregionale Förderzentren. Seine Vision sei, dass Kinder dann nur eine begrenzte Zeit in verschiedenen Phasen in eine Blindenschule oder eine sonstige Sonderschule gingen.

Die rund 60 Tagungsteilnehmer lernten bei einem Rundgang mit Direktor Stephan das neugebaute Schulzentrum St. Benedikt kennen und vertieften in Workshops das zuvor Gehörte vor dem Hintergrund der eigenen beruflichen Erfahrungen. (E.Graf)

Am Nachmittag wurden der VBS-Vorstand des Landes Baden-Württemberg gewählt.
Als erster Vorstand wurde Frau Ulrike Bauer-Murr bestätigt. Auch Dietmar Stephan als stellvertretender Landesvorsitzender und Birgitta Weis als Schriftführerin wurden wiedergewählt. Neu hinzugekommen ist Markus Stolz als Kassenwart.
Wir danken an dieser Stelle Ludger Bernhard für sein langjähriges Engagement als Kassenwart.

VBS-Landesversammlung in Waldkirch 2011

VBS-Landesversammlungen

Alle zwei Jahre findet im Landesverband Baden-Württemberg eine Landestag statt.


am 09. April 2011 fand die VBS-Landesversammlung an der Staatlichen Schule für Sehbehinderte Waldkirch statt.
Als Gastredner referierte Herrn Ministerialrat Sönke Asmussen zum Thema:

"Entwicklungen in der Schullandschaft in Baden - Württemberg vor dem Hintergrund der Behindertenrechtskonvention"

Der Verband sieht die Notwendigkeit, sich in dieser Sache stark zu machen, um notwendige Standards für die Sehgeschädigten- und Blindenbildung zu sichern.

Am Mittag fand die Delegiertenwahl für die nächsten Vorstandswahl 2012 statt.

Als Delegierte wurde gewählt:

1. Ludger Bernhard
2. Dietmar Stephan
3. Michael Schäffler
4. Christiane Walz
5. Stephanie Liebers
6. Birgitta Weis
7. Inge Ziehmann
8. Agnes Unterstab
9. Peter Greiner
10. Eva-Maria Winter
11. Anne Reichmann
12. Ines Hucke

Stellvertreter/innen
13. Winfried Rullof
15. Evelin Stohner
16. Dorothee Haberstroh
17. Britta von Ehrenkrook,
17. Wolfgang Hietler
19. Barbara Clauß
20. Martin Hoffmann

Referenten der vergangenen Jahreshauptversammlungen

Herr Sönken Asmussen: "Inklusion", 2011, Waldkirch
Fr. Beyer/Herr Denk: "Gute Schule", März 2009, Ilvesheim
Sven Degenhardt:" Externe Evaluation im Spannungsfeld zwischen spezifischen Kompetenzen und allgemeinen administrativen Vorgaben zur Schulentwicklung, März 2006, Heiligenbronn
Fritz Buser: "Beleuchtung", März 2004, Stuttgart
Lea Hyvärinen: "Funktionales Sehen", März 2001, Waldkirch
Barbara Below-Kundt: "Einführung in Kinäsiologie", März 1997, Stuttgart
Fritz Buser: "Low Vision", April 1994, Stuttgart